Vakuumguss

Das Vakuumgießen ist ein weit verbreitetes Verfahren zur schnellen und kostengünstigen Vervielfältigung von Urmodellen.

Vorwiegend werden hierbei Kunststoffteile gefertigt. Die Formen werden aus Silikonkautschuk hergestellt und in einer Vakuumkammer mit zwei Komponenten PU-Vakuumgießharzen gefüllt. Das Vakuum verhindert Lufteinschlüsse in der Form und den Abgüssen.

Die Vakuumgießharze ermöglichen eine Vielzahl von Materialeigenschaften, die denen von Kunststoffspritzgussteilen sehr nahekommen. Auch Sonderanforderungen, wie Brandschutzklasse UL 94V0 oder UV-Beständigkeit sind umsetzbar.

Die Herstellung von Verbundteilen, z.B. durch Umgießen von Einlegeteilen, zur Realisierung von Hart-Weich-Kombinationen, ist genauso möglich, wie die Einbindung von Norm- und Formteilen in die Kunststoffteile während des Abgussvorganges.

Vorteile

  • Schnelle und kostengünstige Formherstellung
  • Leichte Endformbarkeit
  • Hohe Abbildungsgenauigkeit
  • Hinterschnitte sind realisierbar

Nachteile

  • Nur ca. 20 Abgüsse je Silikonform
  • Höhere Teilekosten gegenüber dem Kunststoffspritzgießen

Vakuumgießteile sind nicht nur für Prototypen geeignet, sie werden auch für Endprodukte in Kleinserien verwendet.

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